Sonntag, 26. März 2017

Kari: Rezension zu "Sei mein Frosch"...

… oder Quak Quak

Vielen lieben Dank für 53 Follower! Ich hab euch ganz doll lieb!
Viele werden sich wundern, wieso ich weniger rezensiere. Das liegt unter anderem daran, dass ich von einigen genötigt gezwungen gebeten wurde, an einem Ausschreiben teilzunehmen. Dafür feile ich gerade an meinem ersten Thriller-Schnulz. Zum gegebenen Zeitpunkt werd ich Bescheid sagen
Da mich bereits Liebe mich, wer kann“ von der Autorin überzeugt hat, konnte ich nicht umher kommen, das zweite Buch ebenfalls zu lesen. Und ähnlich wie das erste Buch konnte mich auch das Zweite überzeugen, genauso wie Luna, weshalb die es euch vorstellen mag!

Viola Nienhaus, frischgebackene Anwältin für Familienrecht in einer großen, gemischten Kanzlei, hat einfach kein Glück mit Männern und Wohnungen. Statt den Frosch zu finden, der sich in ihren Traumprinzen verwandelt, findet sie regelmäßig die stinkenden Kröten im Teich der Welt. Dazu kommen die Schikanen ihres Arbeitgebers und die Arroganz Marotten ihrer Arbeitskollegen. Ist es denn so schwer, den Frosch zu finden, den man zum Traumprinzen küsst?

Mein persönlicher Eindruck: Wie bereits das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen hatte, war auch dieses lustig zu lesen und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Ich fand es witzig, spritzig und unterhaltsam.
Wie beim ersten Teil gefiel mir die beste Freundin Hanna beinahe besser als die Protagonistin, aber ich fand Katka einen Ticken besser als Hanna. An Hanna mochte ich ihren hohen Männerverschleiß nur bedingt, gleichwohl er zu einem gewissen Teil zu ihrem Beruf als Journalistin gehört. Ich bin kein Fan von Charakteren, die einen hohen Partnerverschleiß haben, egal ob Frau oder Mann.
Allerdings scheine ich echt ein Händchen für Werbefutzies zu haben. Chris, ein Ex von Hanna, war Zeichner in einer Werbe-Agentur. Was hab ich bloß für ein Glück! *Ironie* Verfolgungswahn lässt grüßen. Ich mochte Chris nicht, nicht wirklich. Und das lag nicht an seinem Job, ehrlich nicht!
Besonders an Viola gefiel mir, dass sie in der Lage war, ihre eigenen Fehler einzugestehen und sie nicht auf andere abzuwälzen. Sie wusste, wo ihre Ziele waren, zumindest beruflich, und ging ihren Weg, außer, es waren Männer involviert. Mit denen hatte sie kein glückliches Händchen bewiesen. Ihre Eltern waren sympathisch und ihre Schwester war in Ordnung. Ihre WG-Mitbewohner waren komisch und die restlichen Charaktere waren okay.
Mein absoluter 'Hass'charakter war dieses Mal Violas Boss. Ich hab selten so einen Fatzken erlebt, mit Ausnahme meines Erzeugers vielleicht. Ihre Abhängigkeit hielt sie Gott sei Dank nicht davon ab, zu denken, was ich mir teilweise ebenso gedacht hatte: Arsch. Simpel und schlicht.
Und ebenfalls wie beim ersten Teil war mir das Ende etwas zu abrupt. Ich hätte mir an ein-zwei Stellen gerne ein paar mehr Details gewünscht, so blieb einiges nicht direkt offen, ungesagt. Ich bin zwar absolut gegen Bücher, die in die Länge gezogen sind, andererseits sollten einige Stellen nicht so kurz gefasst sein. Das einzig Positive, das ich dem abgewinnen konnte, war, dass ich als Leser die Stellen selbst füllen konnte und nicht alles vorgekaut bekam. Das stört mich bei so Endlos-Reihen meistens. An einem gewissen Punkt sollte es gut sein.
Zwei-drei kleinere Fehlerchen hatten sich eingeschlichen, dafür fand ich das Cover, die zwei Hunde mit den Frosch-Mützchen, richtig süß. Leider kamen keine Hunde in dem Buch vor, denn, sind wir mal ehrlich: Wahre Liebe gibt es nur von unserem Getiere. Ansonsten war es sehr gut zu lesen und der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm.

Alles in Allem kann ich das Buch jedem empfehlen, der mehr von Julia Bähr lesen mag und leichte, lockere und witzige Kost für Zwischendurch mag. Wer jedoch Hunde oder Frösche erwartet, der wird enttäuscht sein.


https://www.amazon.de/Sei-mein-Frosch-Julia-B%C3%A4hr/dp/3442383242/

Sonntag, 12. März 2017

Kari: Rezension zu "Komm, ich erzähl dir eine Geschichte"...

… oder Die Sache mit dem Zirkuselefanten

Dieses Buch wurde mir von einem Freund eines Freundes wärmstens ans Herz gelegt und weil ich gerne Buchtipps bekomme, hab ich dieses Buch dazwischen geschmuggelt und gelesen. Was soll ich sagen? Ich bereute es nicht! Luna mochte das Buch zum Nachdenken ebenfalls und präsentiert es euch deshalb!
Wolki nervt euch übrigens auch gleich noch :P

Die obligatorische Inhaltsangabe fällt weg, da das Buch aus Geschichten, Gleichnissen, Fabeln, (Zen-)Weisheiten und Ähnlichen besteht, die der Therapeut der Dicke Jorge seinem Patienten Demian erzählt, um ihn zu 'therapieren'. Das Buch wird von besagten Demian erzählt und umfasst einen Teil seiner etwa 1 ½-jährigen Therapie.

Mein persönlicher Eindruck: Was kann ich sagen? Ich bereue es tatsächlich nicht, es gelesen zu haben, ähnlich wie den Roman „Sofies Welt“, der mir seinerzeits von meinem Exfreund empfohlen wurde und nahezu weltberühmt ist , zurecht, wie ich sagen muss! Jeder, der es kennt, weiß, wieso.
Grundsätzlich bin ich ja immer skeptisch, wenn ich Genre außerhalb meiner 'Komfort-Genres' lese, allerdings lehrte mich Jorge Bucay, dass diese Skepsis, zumindest bei ihm, absolut unangebracht war! Sein Buch war, bis auf wenige Ausnahmen, richtig gut und, wie versprochen, sehr leicht.
Ich muss jedoch gestehen, dass ich kurz davor war, dass Buch nach den ersten Seiten abzubrechen, weil Jorges erste Geschichte von einem an einem Pflock gebundenen Zirkuselefanten handelte und ich es partout nicht lesen kann, wenn Tiere gequält werden. Damit komm ich ganz schlecht klar und weine. Und ich denke, die meisten verstehen mich dahingehend. Nichtsdestotrotz wischte ich die Tränen fort und stimmte Jorges Aussage, die er mit dieser Geschichte zum Ausdruck bringen wollte, aus vollsten Herzen zu: Wir stehen uns aufgrund vergangener Tiefschläge oft selbst im Wege.
So toll ich die Art des Autors Psychaters fand, das komplizierte Fachblabla oder seine Lehren durch die vergleichenden Geschichten leicht verständlich herüberzubringen wie Jostein Gaarder in „Sofies Welt“, so sehr muss ich ihm manches Mal doch widersprechen bzw. ging ich mit einigen Aussagen nicht konform. Als Beispiel möchte ich seine Erklärung der drei Hauptströmungen im Therapie-Wesen anführen: Jeder Therapie-Ansatz hat, wie nahezu alles im Leben, logischerweise seine Vor- und Nachteile, es existiert keine perfekte Therapie, nur individuell anpassbare Ansätze, die bei dem einen oder anderen Problem hilfreicher sind/sein können als ein anderer. Für mich schließt aber der eine Ansatz den anderen nicht zwangsläufig aus, wie der Dicke Jorge erklärt hat. Meiner Meinung nach existiert auch für einen Psychotherapeuten, Psychater und anderen 'Seelenklempner' kein entweder/oder. Für mich kann ein Seelenklempner sowohl mit psychoanalytischen als auch mit behavioristischen oder gestalttherapeutischen Methoden arbeiten. Vielleicht galt diese Ansicht noch vor gut 20 Jahren, als das Buch erschien, oder wird so in Argentinien praktiziert, oder ich kenne lediglich omnipotente angehende Therapeuten, das weiß ich nicht, ändert jedoch nichts daran, dass meine Meinung diesbezüglich eine andere als Jorges ist/war.
Im Laufe des Buchs entwickelt sich der Leser mit Demian weiter und an ein-zwei Stellen war es erschreckend, wie genau der Dicke Jorge meine unausgesprochenen Fragen beantwortet hat und sie somit quasi hervorsehen konnte.
Der Schreibstil, respektive die Übersetzung waren angenehm, wenngleich der Text streckenweise esoterisch angehaucht war.

Alles in Allem kann ich das Buch jedem empfehlen, der, ähnlich wie bei „Sofies Welt“, einen ersten und insbesondere recht leicht erklärten Überblick über eine Psychotherapie haben möchte. Es dient keinesfalls zur Selbstdiagnose, sondern lediglich zu einer ersten Form der Selbstreflexion und/oder zum Nachdenken anregen.


Rezension zu "Rauklands Schwert"

Hallo, ihr Lieben :)
Wie versprochen, werde ich auch den dritten Teil von der "Raukland Trilogie" rezensieren. Leider hat es etwas gedauert, was aber definitiv nicht an dem Buch lag, sondern daran, dass ich für meine Prüfung gelernt habe (was nebenbei nichts gebracht hat, aber egal^^).
Wie auch beim zweiten Teil, solltet ihr diese Rezension nur auf eigene Verantwortung lesen, sie kann Spoiler enthalten!

Name: Rauklands Schwert

Seiten: 350 Seiten, Taschenbuch
Verlag:  Verlagshaus El Gato
Veröffentlichung: 03. Juni 2015
Link: https://www.amazon.de/Raukland-Trilogie-Rauklands-Jordis-Lank/dp/3943596435/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1489320472&sr=8-1&keywords=rauklands+schwert

~Das Buch~

Wie bei den anderen Teilen auch, zeigt das Cover im Hintergrund die Festung Fehdorn Ghan, vor der wieder Ronans Schwert abgebildet ist. Hinten sind erneut die kleinen, aber lustigen Vertipper von Jordis Lank, die ich aber dieses mal definitiv am Ende las, um mich nicht zu spoilern ;) Das hat sie zum Glück auch hinten vermerkt für die Menschen, die wie ich, manchmal die letzten Seiten aufschlagen. Hätte ich mich dort gespoilert, hätte ich mich wahrscheinlich selbst gehasst^^

~Inhalt~

Der dritte Teil setzt etwas später nach dem zweiten Teil an. Broghan ist König von Raukland, während Ronan mit Eila und Liam auf Lannoch ist und dort versucht, damit klar zu kommen, dass er gar nicht Azels Sohn ist. Diese Zeit wird jedoch unterbrochen als plötzlich raukländische Schiffe am Horizont erscheinen und die Lannocher sich mit Vorräten und Vieh in der Grotte verschanzen müssen. Die Raukländer haben keine wirkliche Chance, da die Lannocher ihnen in den Grotten weit überlegen sind und sie gar nicht an sie rankommen. Doch das brauchen sie auch nicht, denn als sie Ronan sagen, dass seine Schwester eine Gefangene von Broghan sei, ist der nicht zu halten sobald die Raukländer fort sind. Zurück in Raukland sieht er erst, was aus seinem Heimatland unter Broghans Herrschaft geworden ist und obwohl er sich erst raushalten will, entscheidet er sich dazu, etwas zu unternehmen...

~Meine Meinung~

Dieses Buch ist meiner Meinung nach sogar noch düsterer als die Anderen, aber genauso spannend, wenn nicht noch spannender. Es war aber auch traurig in manchen Momenten (ich empfehle euch Taschentücher! :'() und manchmal wollte man die Charaktere schlagen, weil sie so stur sind. Natürlich kann man sich gut, in sie hereinversetzen, vor allem in Ronans Fall, aber trotzdem hatte man das Gefühl, es wäre besser, wenn er, wie Kiara, es einfach hinnahm. Aber so ist Ronan nun mal nicht ;)
Ich fand es vor allem interessant zu lesen, wie Ronan einen Aufstand aus Bauern aufstellen konnte, die alle dazu bereit waren, für ihr Land zu kämpfen. Was so eine Menge Leute erreichen kann, zeigt uns, dass es sich lohnt, zusammen zu halten und für seine Sache einzustehen.
Das Ende hat mich tatsächlich sehr überrascht, da ich mit etwas Anderem gerechnet hatte, aber es war eine positive Überraschung, die ich mir insgeheim doch gewünscht habe :) Hierzu will ich natürlich nicht näher ins Detail gehen, um euch die Überraschung nicht zu nehmen ;)
Schade fand ich es nur, dass man Shea nicht näher kennenlernen konnte. Man wusste eigentlich nur das, was Zhodan über sie erzählt hat.
Zhodan ist ein Charakter, der mir wirklich ans Herz gewachsen ist, obwohl er immer so verdammt stur ist, wie Ronan auch. Aber auch Hannah und Ronan gehören zu meinen Lieblingen und ich könnte wirklich nicht sagen, wen ich lieber habe^^ Sie haben sich alle über die Zeit sehr zum Positive entwickelt und aus ihren Fehler gelernt, wodurch sie jetzt Raukland besser schützen als je zuvor.
Ich bin froh für Raukland, dass sie ihre eigenen Ketten durchreißen konnten und ich schätze, es wird dem Land jetzt besser gehen.
Ich kann diese Reihe nur jedem ans Herz legen, der sich für solche Thematiken und für das Genre interessiert. Jeder, der die ersten zwei Teile gelesen hat, wird sich eh nicht darum herum kommen können, auch das epische Finale zu lesen!
Alles, hat sich am Ende sehr gut zusammengefügt und ich bin froh, dass ich diese Buchreihen kennenlernen durfte :) Ein bisschen traurig bin ich tatsächlich, dass sie nun vorbei ist, aber ich glaube, das geht mir nach jedem Buch so ;)
Ich hoffe, ich konnte euch die Reihe etwas ans Herz legen und ich hoffe sie gefällt euch, ebenso wie mir :)

Liebe Grüße
Eure Wolkensprung ❤

Rezension zu Rauklands Sohn: https://crazybuchbummler.blogspot.de/2017/02/rezension-zu-rauklands-sohn.html
Rezension zu Rauklands Blut: https://crazybuchbummler.blogspot.de/2017/02/rezension-zu-rauklands-blut.html

Samstag, 11. März 2017

"Wort zum Sonntag"-Aktion von Gedanken-Vielfalt

Der perfekte Urlaub

Die liebe Steffi von Gedanken-Vielfalt nötigte bat mich, einen Artikel zu ihrem „Wort zum Sonntag“ zu verfassen, dem ich natürlich wenngleich sehr verspätet, nachkomme. Ihr kennt das ja, ne? Die Zeit vergeht wie im Fluge und ehe man sich's versieht ist die Woche wieder herum. Mäh!
Dieses Mal verfasse ich den Beitrag alleine, da mich keiner mag :-( Thema ist „Urlaub“.

Der perfekte Urlaub...ich finde es schwer, den für mich perfekten Urlaub zu definieren. Mein Erzeuger sorgte dafür, dass ich trotz wenig Geld, was er mir auch noch klaute, viel sehen und erleben konnte. Andererseits sorgte das knappe Budget oft dafür, dass wir Aktivitäten abseits der touristischen Möglichkeiten unternahmen. Das lag mitunter daran, dass mein Erzeuger selbst in seiner Jugend viel unternahm, ebenfalls mit knappen Budget und guten Freunden.
So kam es, dass ich meinen 14. Geburtstag in Marrakech in einem marokk. Bordell und einem auf 2000 Meter Höhe liegenden, kleinen Berberdorf mitten im Hohen Atlas verbrachte, das weder fließend Wasser noch Strom hat, abgesehen von einer Flussquelle in einem kleinen Tal und einem Dorfbusch. An einem anderen Tag genossen wir typisch touristische Besichtigungen der Cîterne Portugaise in El Jadida mit einem Abstecher zu einem marokk. McDonald's. Aber das Allerbeste war die allmorgendliche Aussicht, sobald ich auf die Terasse unseres Ferienhäuschens heraustrat: Atlantisches Ozeanwasser, naturbelassener Sandstrand und ein traumhafter Sonnenaufgang. Ein Freund meines Erzeugers war in ein kleines, wirklich kleines Minidörfchen südlich von El Jadida an der atlantischen Küste ausgewandert, um dort seine Rente zu genießen. Diesen besuchten wir.
Solche Hybrid-Urlaube, wie ich sie gerne nenne, sind für mich der optimale Urlaub. Eine Mischung aus Improvisation und Planung.

Ein weiteres Beispiel ist ein Urlaub in La Carihuela, Andalusien, der 2. Heimat meines Erzeugers. An einem Tag nahmen wir an einer kompletten Führung durch Granada und insbesondere der Alhambra teil, am anderen Tag fuhren wir mit einer einheimischen Buslinie in einem 'Reisebus' nach La Linea, um zu Fuß nach Gibraltar zu latschen und uns ohne den 'Zwang' durch einen Führer oder Ähnlichen das britische Überseegebiet im eigenen Tempo und Reihenfolge anzuschauen. Weder mein Erzeuger noch ich sprachen ausreichend Spanisch oder Englisch oder sonst was, aber mit Händen und Füßen kann man sich sehr gut unterhalten. ZOBs sind leicht zu finden und mit ein bisschen Glück kommt man genau da hin, wo man hin will. Genauso handhabten wir es mit der wunderschönen Stadt Mijas.
Unvergessen sind meine allmorgendlichen Touren auf Mallorca, direkt nach dem Frühstück, in eine einheimische Bodega, um phänomenalen Kartoffelsalat von Mama und eine kleine Flasche San Miguel zu genießen, teilweise ganz alleine. Der Inhaber kannte mich ja ^^ Mit der Straßenbahn fuhr ich durch eine bezaubernde Landschaft ein paar Dörfer weiter, um mir den Kartoffelsalat einzuverleiben. An einem Morgen kam mein Erzeuger völlig entgeistert an und ich saß grinsend und fröhlich futternd in der Bodega, verstand kein Wort und kommunizierte irgendwie mit dem Inhaber, dessen Mutter überglücklich war, dass ich als deutsche Touristin ihren Salat in höchsten Tönen lobte. Selbstverständlich hatte ich der dt. Rezeptionistin unseres Hotels Bescheid gegeben, wo ich war, damit sie es meinem Erzeuger mitteilen konnte.

Heimische Urlaube verliefen nach einem ähnlichen Konzept. Carolinensiel, Hamburg, Berlin, Bad Schandau, Biblis...fast immer besuchten wir mit dem Auto Freunde meines Erzeugers und fast immer mischten wir touristisches Sightseeing mit selbst geplanten Tagestouren. 'Shoppen' in Polen, der berühmte Rosengarten in Pinneberg, der Zoo in Berlin, eine Tour durch Prag, Dresdens Zitadelle und eine HopOn-HopOff-Tour...

Völlig ruhige Tage sind absolut nichts für mich. Ich konnte mich noch nie einfach an den Pool/Strand/... legen, ein Buch lesen und mich sonnen. Einen halben Tag im Hotel/Hotelnähe war okay, abends mal 1-2 Stunden TV schauen, das war's. Wenn ich im Urlaub woanders bin, treibt mich meine Neugierde, nicht einmal die Sprache kann das verhindern. Wenn ich zwei Sachen für mein Leben gelernt hab, dann, dass man eigentlich nicht die Sprache sprechen muss, um sich mit Händen, Füßen und einem Lächeln zu verständigen, und dass der Satz „Wo ein Wille ist, da ist ein Weg“ definitiv zutrifft, wenn man wirklich WILL.

Allerdings verzichte ich mittlerweile lieber auf Flugzeuge, zu denen mich mein Erzeuger, als ich jünger war, zwang. Ich leide seit je her an Höhenangst und er pflanzte mir eine Flugangst dazu, weil er mich zwang, am Fenster zu sitzen, sich über mich lustig machte und mir Angst machte, indem er Sachen sagte wie Siehst du, wie die Tragfläche wackelt? Gleich fällt die ab!“ oder „Hast du das Wackeln gespürt? Das war eine Niete, die herausfiel, gleich stürzen wir ab!“. Er fand es irre lustig, sich über mich lustig zu machen, sobald ich panisch wurde und weinte, und ich war zu jung und zu sehr verängstigt, um rational zu wissen, dass das Quatsch war, was er laberte. Und das sorgte dafür, dass ich neben der Höhen- auch Flugangst hab und lieber mit dem Zug verreise, wobei ich wirklich gern mal wieder nach Spanien möchte...

Samstag, 25. Februar 2017

Kari: Rezension zu "Rock my Heart"...

… oder Be my little Rock'n'Roll Queen
(The Subways)

Sooo, Sweety Wolki und ich haben euch in dieser Woche ja noch nicht genug genervt, daher bekommt ihr frisch am frühen Samstagsmorgen von mir noch eine Rezension hinterher geschmissen geliefert. Meine geliebte Katze Luna half mir dieses Mal mit dem Foto, weil sie das Buch auch gut fand und unbedingt zeigen wollte, wie gut es ihr nach ihrer schweren OP wieder geht! Einmal bitte alle einen Moment an Luna denken und an Tiere, die leider nicht so ein Glück wie sie haben und leiden müssen...
Schönes Karnevalswochenende an all die Jecken und viel Spaß.

Rowan Michaels will lediglich einen netten Abend mit ihrer besten Freundin Dee im angesagten Club 'Mayhem' verbringen und die tolle Musik der Band The Last Ones to Know genießen. Als sie ihren langjährigen Freund sieht, fürchtet sie, dass der Abend gelaufen ist, allerdings wird sie eines Besseren belehrt und ihr Abend entwickelt sich zu einer kleinen Achterbahnfahrt der Gefühle. Gelingt es ihr, dem Gefühlschaos Herr Frau zu werden?
Adam Everest tut stets nur das, wozu er Lust hat, und mag, mit Ausnahme seiner Musik, keinerlei emotionalen Verpflichtungen eingehen. Er ist Leadsänger und Songwriter der aufstrebenden Rockband The Last Ones to Know und genießt dieses Leben als in vollen Zügen, bis er einer ihm unbekannten Schönheit trifft, die ihn abblitzen lässt. Wird er sie jemals wiedertreffen und von sich und seinen Absichten überzeugen können?

Mein persönlicher Eindruck: Ich hatte eine leichte Rockstar/Bad-Boy-Kost erwartet und bekam eine eben solche. Schöne, seichte, vor sich hin plätschernde Story mit Charakteren, die ich an einigen Stellen am liebsten durch den Fleischwolf gedreht geschüttelt hätte. Rowans Gedanken waren teilweise anstrengend, meistens sobald sie an Adam gedacht hatte. Innerlich verwandelte sie sich in ein quietschendes Fangirl, wohingegen sie äußerlich – und das gefiel mir eindeutig besser – tough blieb und ordentlich konterte, zumindest meistens. Hätte sie diese Seite doch bloß auch in ihrer Gedankenwelt gehabt und nicht immerzu von Nutten und wie unscheinbar sie wäre gedacht.
Und ebenso bin ich dieses Mal ihrer besten Freundin zwiegespalten gegenüber. Normalerweise mag ich diese lieber als die Protagonistinnen selbst, nur Dee hatte mir streckenweise nicht gefallen. Das beinahe zwanghafte Bestreben, Rowan so nuttig freizügig wie möglich zu kleiden, ließ mich daran zweifeln, ob Deandra tatsächlich Rowans beste Freundin war. Vielleicht ist das meine radikale Sicht, ich kann jedoch nicht anders, als zu denken, dass beste Freunde den anderen so gut kennen, um zu wissen, dass derjenige moralisch, ethisch, wasauchimmer schlichtweg nicht der Typ ist/sein will, den die beste Freundin verkörpert und/oder aus einem machen will. Das konnte ich bei Dees Drängen Bestreben nicht partout abschütteln. Abgesehen davon mochte ich sie und wäre mit ihr an vorderster Front, Rowans Verlobten Brady einen wie auch immer gearteten Schaden zuzufügen!
Was selbstverständlich nicht fehlen durfte war der fast schon Quotenschwule Leti. Leti war zwar lediglich eine Nebenfigur, nichtsdestotrotz mochte ich ihn. An ihm hatte ich nichts auszusetzen und er war mir durchwegs sympathisch, der beste schwule Freund halt, obwohl mir die Entwicklung der Freundschaft ein bisschen zu rasch vonstatten lief, aber nur ein bisschen und nicht so, dass es mich groß gestört hätte.
Die übrigen Nebencharaktere, vornehmlich die Bandmitglieder, wurden relativ kurz vorgestellt. Von ihnen mochte ich Shawn am meisten. Hoffentlich kriegt er ein Buch und ich erfahre mehr von ihm!
Der Schreibstil und die Übersetzung waren sehr angenehm. An dieser Stelle möchte ich Veronika Dünninger ein großes Lob aussprechen. Ich finde ihre Übersetzungen sehr gut und sie kann die Atmosphäre, die in den Büchern vorherrscht, sehr treffend ins Deutsche hineintragen. Das hat man nicht mehr oft. Ich lese ihre Bücher richtig gerne, nicht nur, weil sie auch Lucas&Jacqueline und Boyce&Pearl übersetzt hat. Vielen Dank für die wunderbare Arbeit!

Alles in Allem kann ich das Buch jedem empfehlen, der Rockstars, Bad-Boys und nette Bücher für Zwischendurch sucht. Ich bin schon gespannt, wie der zweite Teil mit Joel wird.


https://www.amazon.de/Last-Ones-Know-Heart-Roman/dp/3734102685/

Donnerstag, 23. Februar 2017

Rezension zu "Rauklands Blut"

Hallo, ihr Lieben!
Ich habe versprochen, dass ich auch den zweiten (und vielleicht auch noch den dritten^^) Teil von der Raukland-Trilogie rezensieren möchte :) Das Lustiger ist, dass ich erst gestern Jordis gesagt habe, es würde länger dauern, an dem Abend hab ich das Buch dann durchgelesen^^ Das Buch habe ich am Anfang als Ebook gelesen, dann aber die gebundene Ausgabe bekommen und dort weitergelesen :) Danke erneut an Jordis ❤ Also fangen wir an!
Edit: Wer den ersten Teil nicht kennt, sollte hier mit Spoilern rechnen :) Ihr seid gewarnt!


Name: Rauklands Blut

Seiten: 350 Seiten, Taschenbuch
Verlag:  Verlagshaus El Gato
Veröffentlichung: 25. Oktober 2013
Link: https://www.amazon.de/Raukland-Trilogie-Band-Rauklands-Blut/dp/3943596362/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1487878934&sr=8-1&keywords=rauklands+blut

~Der Anfang~

Wie auch bei dem ersten Teil der Reihe ist auf dem Cover wieder eine Festung und das Schwert Ronans zu sehen :) Auch hinten sind wieder kleine Outtakes zu lesen, die mir ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Mir war klar, dass ich den zweiten Teil auch lesen musste, alleine, weil der Erste doch einige Fragen offen ließ.

~Inhalt~

Der zweite Teil knöpft nahtlos an den Ersten an. Ronan hat es geschafft, die Aufgaben des König von Lannoch zu lösen und die Insel in seinen Besitz zu bringen. Auch konnte er dem Mordversuch seines totgeglaubten Bruders entgehen und kehrt nun nach Raukland zurück, fest in der Annahme, dass Broghan (sein Arsch von Bruder) von seinem Vater schwer bestraft wird. Wie man sich jedoch denken kann, ist es Ronans Vater ziemlich egal (Ich hasse ihn!), er sieht sogar einen Anwärter in ihm für den Thron Rauklands. So entsteht ein Kampf zwischen beiden Brüdern, wer den Thron von Raukland später bekommen soll, aus dem Ronan augenscheinlich als Sieger hervorgeht, doch Broghan weiß ein schreckliches Geheimnis und er hat keine Scheu, dies allen zu verkünden...

~Charaktere~

Wie im ersten Teil ist Ronan die Hauptperson. Aber auch andere Charaktere, die dort nur kurz angeschnitten wurden, lernt man näher kennen, wie Zhodan, Kiara, Gismo, Broghan und natürlich auch Azel.

Ronan ist seit seiner Zeit auf Lannoch nicht mehr der Gleiche und das bemerken auch die Raukländer. Er zeigt mehr Herz als jemals zuvor, aber das macht ihn auch verletzlicher (Mein Baby ;_;). Ich finde ihn immer noch sympathisch und das wird er, glaube ich, auch bleiben xD Bei manchen Situationen hätte ich ihn zwar schlagen können, aber das ist wohl bei jedem Charakter manchmal der Fall.

Zhodan hat mich am meisten überrascht. Man kriegt einen guten Einblick in seine Gedankenwelt und eigentlich mag ich ihn auch. Leider hat er einen schweren Fehler begangen, der ihm wohl auch schwer zu verzeihen sein wird :( Allerdings merkt man auch bei ihm, dass er eigentlich nur eine Maske trägt, ein gutes Herz hat und sich sehr um Ronan kümmert :)

Kiara hat mir in diesem Buch am meisten Leid getan, aber es hat mir auch gezeigt, wie stark sie eigentlich ist. Wenn sie vorher schon als tough erschien, ist dies nichts im Vergleich zu dem, wie ich sie jetzt sehe.

Gismo ist wirklich der geheime Held in der Geschichte und er hat mich immer aufgeheitert :D Ich stelle mir tatsächlich vor, dass einer seiner Vorfahren ein Wal war (Wie Ronan so passend feststellte^^). Das Pferd liebt Wasser so sehr, das ist fast krank xD Ich hoffe, Gismo findet noch einen Auftritt in Band 3 :)

Broghan und Azel kann ich mit einem Wort zusammenfassen: Arschlöcher. Mehr braucht es eigentlich nicht. Beide sind sowas von fies, kalt und skrupellos. Ich will auch gar nicht mehr zu den Beiden sagen, das würde einfach zu viel vorneweg nehmen xD

Den Einzigen, den ich tatsächlich vermisst habe, war Liam :( Ich hab den kleinen Tollpatsch doch liebgewonnen. Ich gehe aber davon aus, dass er in Band 3 auftauchen wird :) Ich freue mich jetzt schon.

~Meine Meinung~

Ich hatte hohe Erwartungen an Band 2, einfach, weil mich "Rauklands Sohn" schon komplett geflasht hatte. Und ich darf zugeben: Er hat mich nicht enttäuscht! Tatsächlich hab ich gestern alles durchgelesen, bis 23:30 Uhr, obwohl ich hatte lernen müssen, aber gut, vergessen wir das^^ Das schlechte Gewissen ist es mir wert.
Wie zuvor auch gab es Momente, in denen mir durch den Kopf schoss: Nicht im Ernst! Ist das gerade wirklich passiert?!
Wem der erste Band gefallen hat, der wird vom Zweiten nicht minder begeistert sein. Dieses Mal geht es vor allem um Lügen, Krieg, Machtspiele und Liebe :)
Das Einzige, was mich gestört hat, war an manchen Stellen Eila... So sehr ich verstehen kann, dass sie Ronan liebt und beschützen will, kann ich nicht anders als sie in manchen Situationen nervig und ziemlich dumm zu finden. Sie wettert ziemlich oft gegen Zhodan (gut, er ist ihr gegenüber auch nicht wirklich zugetan^^) und bringt sich selbst nur unnötig in Gefahr... Das ist aber auch tatsächlich das Einzige :) Alles andere war wirklich einfach nur spannend und passt 100%.
Ich kann es nur jedem ans Herz legen, da es eine wirklich sehr spannende Geschichte ist, die ich froh bin kennen lernen zu dürfen :)
Nun, vielen Dank fürs Lesen und fürs ertragen meines Fangirlen :D

Liebe Grüße
Wolkensprung 😸

Rezension zu Rauklands Sohn: https://crazybuchbummler.blogspot.de/2017/02/rezension-zu-rauklands-sohn.html

"Wort zum Sonntag"-Aktion von Gedanken-Vielfalt

Hunde kommen, wenn man sie ruft
Katzen nehmen deine Nachricht zur Kenntnis und kommen eventuell später darauf zurück


Sou, eigentlich sollte der Beitrag schon gestern online kommen, aber so kommt er erst heute, so sorry. Mit diesem Beitrag partizipiere ich mich an dem „Wort zum Sonntag“ der lieben Bloggerin Stefanie von Gedanken-Vielfalt und ihrer Linkparty. Das dieswöchige Thema ist „Haustiere“, also texte ich euch über Haustiere voll.
Des weiteren gibt es einen Gastbeitrag von einer guten Freundin, Miri, die euch unter anderem etwas über ihre Katze erzählen mag.

Ich hatte mein Lebtag Haustiere. Es gab keine Zeit, wo ich keine Haustiere hatte. Tiere sind ein essentieller Teil meines Lebens und ich kann mir ein Leben ohne ein Tier einfach nicht vorstellen.
Mein erstes Haustier war ein verrückter Wellensittich, dessen Tod durch Altersschwäche (noin, nicht durch den Tapetenlöser, denn er mal als 'Teenie' gefressen hat...oder was er sonst noch alles gefressen hat, wie Kotellett-Knochen, Leberwurst...oder einer seiner abenteuerlichen Stunts...) mich für Wochen total aus der Bahn geworfen hat. Darauf folgte noch ein Wellensittich samt Hund. Meine Sittiche hießen allesamt Peter und mein Hund hieß Elsa.


Elsa war ein toller Hund und es brach mir das Herz, sie zu verlassen, als mich mein Erzeuger vor die Tür schmiss. Elsa war ein Tierheimhund und schon ein bisschen älter. Sie war wunderbar und bestärkte mich bloß noch mehr in meiner Überzeugung, immer einem etwas älteren Tier aus dem Tierheim den Vorzug zu geben, denn sie sind wunderbar.

Noch bevor ich Elsa allerdings bekam, bekam ich ein kleines Kätzchen. Ich ließ das Kätzchen bei meiner Mom, da sie sich eh eine Katze holen wollte und mein Wellensittich bei meinem Erzeuger keine Katzen mochte (^^). Und diesem ersten Kätzchen folgten im Laufe der Jahre einige Kätzchen mehr. Leider ist mein Herzenskater letztes Jahr verstorben bzw. eingeschläfert worden, weil er schwer krank war. Heute habe ich drei weitere Katzen und ich liebe sie!


Prinzessin Mimi von und zu Diva...

Sie kam zu mir, weil eine ehem. Nachbarin sie offenbar nicht in die neue Wohnung mitnehmen wollte konnte und warf sie aus dem Fenster. Nach drei Wochen lief sie meinem Herzenskater Benny hinterher und wollte nicht mehr weg.


Monsieur Caillou aka der Stein aka Flecki...

Er hat von allen noch das leichteste Schicksal: Meine Cousine, die nicht die Hellste ist, dachte, das Kitten ihrer Ex-Schwägerin sei eine Katze, mit der sie mit ihrem Kater Prinz&Prinzessin spielen konnte. Als sich herausstellte, dass SIE ein ER ist, bewahrte ich ihn vor dem Tierheim.


ADS-Katze aka Luna...

Sie lebte eine unbestimmte Zeit auf der Straße, wurde eingefangen, zweimal vermittelt und landete dann bei mir. Nach ewigen Untersuchungen stellte mein Tierarzt fest, dass sie einen nicht korrekt verheilten, nicht mehr schmerzenden Schwanzbruch hat und deshalb mehr als normal schreit. Zudem scheint sie unter ADS zu leiden, weil sie sehr verschmust ist.


Litschie-Bohne aka Benny...

Mein Herzenskater, Ruhe in Frieden, kleiner Schatz. Er wurde von einer Bekannten gefunden, gemeinsam mit seiner Schwester und der Mutter, allesamt mehr tot als lebendig. Nach einer kurzen Untersuchung in unserer Tierklinik konnte das 4-Wochen-alte Kitten zu mir und ich peppelte ihn auf. Seine Mutter hat es leider nicht geschafft.
Wie viel hab ich mit dir mitgemacht? Fast abgerissenes Beinchen, riesiger Biss an der Schwanzwurzel...ich werde dich NIE vergessen! Du warst mein Erster...


GASTBEITRAG VON MIRI:

Ich bin mit einem deutschen Schäferhund aufgewachsen, leider kann ich mich nicht an wirklich viel erinnern.
Der Hund hieß Rocky und war schon da, seit ich geboren wurde und lebte bei uns, bis ich ca. 5 Jahre alt war.
Er war aus Erzählungen ein ganz lieber Hund, allerdings konnte er auch frech sein.
Rocky war ausgebildeter Polizeihund, aber leider konnte er nicht eingesetzt werden, er war Epileptiker.
Ich kann mich an so einige Sachen erinnern, einmal lief mir die Nase und meine Mutter wollte schnell ein Taschentuch holen, das brauchte sie dann aber allerdings nicht mehr - denn Rocky hat mir mit seiner Zunge die Nase geputzt, haha.
Was mir auch stark in Erinnerung geblieben ist, ist ein Moment, wo Rocky mich vorgewarnt hat, weil ich ihn zu doll geärgert hatte.
Meine Hand war in seinem Maul, er hat sie aber relativ schnell wieder losgelassen, und obwohl er mich nicht gebissen hat oder so, hat es mich doch ganz schön geschockt.
Das andere Mal hat er mich aus Versehen zwei bis drei Stufen von einer Treppe heruntergeschmissen. Zum Glück hatte ich eine dicke Jacke sowie eine dicke Mütze an, wehgetan hab ich mir nicht. Nur aus Schreck hab ich geweint.
Die letzte, klare Erinnerung an Rocky ist traurig... denn das war zu der Zeit, als er eingeschläfert werden musste. Sein Rückenmark wurde angegriffen und er konnte nicht mal mehr aufstehen.
Ich konnte mich nicht von ihm verabschieden, meine Eltern hatten mich damals einfach zu Oma geschickt und das nehme ich ihnen immer noch böse.
Auch wenn sie es nur gut gemeint hatten und ich Rocky so in Erinnerung behalten sollte, wie ich ihn kannte.
Alles, was ich von Rocky noch habe, ist ein Foto und das liebe ich über alles.





Dann kam Mausi, mein Bruder und meine Mutter haben sie mal angelockt gehabt, da es vorher nichts gebracht hatte, sie von unserem Grundstück zu verjagen.
Mausi war eine ganz liebe Katze mit schwarzem Fell, was manchmal (und vor allem in der Sonne) rotbräunlich schien.
Sie war aufgeweckt und man konnte wirklich alles mit ihr machen.
Sie aß sogar mit einem Igel von einem Teller.
Mausi hatte meiner Mutter und meinem Bruder auch mal einen großen Schrecken eingejagt. Sie lag etwas weiter weg in der Nähe des Nachbarhauses und bewegte sich nicht sichtbar. Deswegen sind meine Mutter und mein Bruder zu ihr hin.
Mausi hob ihr Köpfchen und gähnte den beiden ins Gesicht.
Eines Tages hat sie Flo mitgeschleppt, er war braungetigert.
Flo war groß, krank und hatte keine Zähne mehr. Er war der einzige Kater, den Mausi in ihrer Nähe duldete.
Sie teilte mit ihm sogar ihre geliebte Forelle.
Irgendwann tauchte Flo nicht mehr auf und wir wissen bis heute nicht, was mit ihm passiert ist. Scheinbar hat er sich zum sterben zurückgezogen, wir haben ihn jedoch nirgendwo gefunden...
Und Mausi musste ein paar Jahre später dann irgendwann nach mehrmaligen Behandlungen eingeschläfert werden.



(Ein Bild von Flo habe ich leider nicht gefunden.)

2007 bekamen wir dann unsere mürrische Prinzessin, sie hört auf den wunderschönen Namen: Bruno. Sie ist ein Mix aus einer Hauskatze und einen Kartäuser.
Wir haben sie von den Nachbarn bekommen, die sie nicht mehr wollten. Von denen kommt auch der Name, sie dachten, Bruno wäre ein Kater, und sie hatte sich schon so an den Namen gewöhnt, dass ein anderer Name gar nicht mehr in Frage kam.
Ich habe Bruno nie etwas getan und sie mochte mich einfach nicht, hat sich bis heute leider nicht geändert.
Ich erinnere mich, sie hatte 
mich mal – weil ich ihr im Weg stand – gekratzt und daraufhin habe ich damals weinend mit Kreide ein Bild gemalt, wie die anderen Katzen Bruno auslachen.
Sie ist übrigens leider keine Kuschelkatze, sondern eher Grumpy Cat 2.0 oder auch eine richtige Raubkatze. Wenn sie knurrt und faucht hört sie sich an wie ein Puma.
Und wenn man sie zum Tierarzt bringt will, muss man dicke Schweißerhandschuhe anziehen. 😁
Die einzige Person, die Bruno streicheln kann, ist meine Mutter, keine Ahnung, wieso.
Andere faucht und knurrt sie an oder sie schlägt gleich zu, je nachdem.
Meine Oma und mein Bruder haben sich mal um sie gekümmert, als wir weg waren, und dort wollte Brunolein Futter haben und war ganz lieb, aber sobald das Futter vor ihr stand, war sie wieder die Zicke und hat beide gekratzt.
Auch wenn sie mich vermutlich hasst, hab ich diese mürrische Katze ganz doll lieb und ich könnte mir nicht vorstellen, ohne sie zu leben.


Habt ihr auch Haustiere? Erzählt mir was davon oder hinterlasst der lieben Steffi etwas Nettes.
Habt ihr Fragen? Miri, ich und alle anderen stehen euch zur freien Löcherungsverfügung.